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Rara, rariora, rarissima
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Rara, rariora, rarissima


Herausgegeben 
von

Michael P. Bachmann


Band 1:


MACHAR, Josef Svatopluk

R o m. Geschrieben 1906-1907

Neuauflage der Übersetzung von Emil Saudek (Prag 1908).

Mit Vorwort, Einleitung, Kommentar und Register von Heidi Beutin und Wolfgang Beutin

 

  
 Verlag

 Wissenschaftlicher Verlag Dr. Michael P. Bachmann

 ISBN  978-3-940523-05-1
 Einband  gebundene Ausgabe
 Ladenpreis  € 39,50
 Umfang  515 S., 6 Illustrationen, 1 Plan
 Erschienen  11. Februar 2010
 Gewicht  665 g
 Inhalt  Kurzbeschreibung; Auszüge
 

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Stimmen aus der Presse und dem akademischen Bereich:

 

 

 

 

  • Lesen Sie auch die Besprechung von Mag. Duygu Özkan in der Wiener "Die Presse am Sonntag" vom 27. Juni 2010!

 

  • Neu entdeckt und kommentiert: Josef Svatopluk Machars Roman „Rom“
 
Eine Reise, die in eine vergessene literarische Landschaft führt
 
 
Sie sind eben keine Bildungsbürger, die begierig der Route ihres Baedeckers folgen und alles abhaken. Nein, sie sind spottlustige Querdenker: Er, der Wiener, der aus Böhmen stammt. Sie, die Russin „Anna“, die ihre Heimat „aus guten Gründen“ verlassen musste und die er eines anarchistischen Attentats verdächtigt. In Josef Svatopluk Machars Roman „Rom“, geschrieben in der Revolutionszeit 1906/07, unternehmen die beiden Reisenden nur vordergründig eine Besichtigungstour durch die Stadt am Tiber. In Wirklichkeit entlarven sie den schönen Schein der Touristen- und Kirchenhochburg. Und immer wieder volle Breitseite geht es gegen den Papst. „Das päpstliche Handwerk hatte nicht nur einen goldenen Boden, sondern es war überhaupt das reichste Goldbergwerk auf der ganzen Welt“, ätzt Machar in dem Kapitel „Paläste.“

 

Machar, Tscheche und zu Habsburger Zeiten einer der Mitbegründer einer böhmischen literarischen Erneuerung, einer, der „los von Rom“ forderte, ist heute so gut wie vergessen. Obwohl sein Rom-Reiseroman nach dem Erscheinen als wichtiger tschechischer Beitrag zur Weltliteratur galt. Dem Germanistenpaar Heidi und Wolfgang Beutin aus Köthel/Stormarn gebürt das Verdienst, den 1942 in Prag verstorbenen Prosaautor und Lyriker wieder ins kritische Bewusstsein einer interessierten Öffentlichkeit gerückt zu haben. Ihrer Initiative ist der jetzt im Wissenschaftlichen Verlag Dr. Michael P. Bachmann, Badenweiler, erschienene Band „Rom“ (515 Seiten, ISBN 978-3-940523-05-1, 39,50 Euro) zu danken. Er enthält sowohl die noch von Machar authorisierte Übersetzung des Romans durch Emil Saudek als auch einen über 200 Seiten starken Kommentar von Heidi und Wolfgang Beutin. Die freie Publizistin aus Köthel hatte die Übersetzung bei einem Besuch in der Moldaustadt Cesky Krumlov entdeckt – so entstand die Idee zu der Neuherausgabe.

 

„Wir hoffen, dass wir mit unserem Neudruck in Deutschland ein weiteres Fenster zu einem unserer östlichen Nachbarn aufstoßen“, diesen Anspruch formuliert das Wissenschaftlerpaar im Vorwort. Und wird ihm im Kommentar gerecht. Gerade für den Leser, dem die einstige litarische Hochburg Böhmen/Mähren nur ein „böhmisches Dorf“ ist, findet sich hier ein ganzer Kosmos der Ideengeschichte, die Machars Rom begründet hat. „Rom“ ist kein Buch zum Hintereinanderweglesen – sowohl der Roman nicht als auch der Kommentar nicht. Aber eines zum Appetitmachen und Sich-Einlassen auf diese Region. „Einige der Größten unter den deutschsprachigen Künstlern und Wissenschaftlern seit dem 19. Jahrhundert entstammten den Ländern der böhmischen Krone“, schreiben die Beutins. Sie nennen u.a. Gustav Mahler, Franz Kafka, Sigmund Freud, Karl Kraus oder Max Brod. Karl Kraus gibt das Motto des Buches: „Ein gelegentliches Interesse für die tschechische, polnische und ungarische Literatur könnte uns gar nicht schaden.“ Recht hat er.

(Ulrike Schwalm, freie Journalistin, Hamburg, April 2010)

 

 

 

 

 

 

 

 

© 2007 Michael P. Bachmann & Martin Schweizer | Letzte Änderungen: 23.08.2010, 14:11

 
 
 
 
 
 
 
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